Ist zwar schon ein bisschen älter, ist aber trotzdem ein sehr gutes Lied und Video.
Das Dresden-Gedenken scheint wichtig, so wichtig, dass die neue sächsische Staatsregierung eigens für den bevorstehenden 65. Jahrestag das Versammlungsrecht noch schnell erheblich einschränken will. Schließlich ruinieren „Extremisten“ schon seit Jahren die Gedenkstimmung rund um den 13. Februar und gefährden Sicherheit, Ruhe und Ordnung. Unterdessen versucht eine Handvoll Dresdner Kultur- und Kirchenprominenz ein weiteres Denkmal zur Erinnerung an die Bombardierung und das Wiedererstehen der Stadt zu erstreiten. Zwar wurde erst 2009 eine neue Erinnerungsstelle in der Altstadt eingeweiht, aber Mahnmale für Dresden kann es in Dresden nicht genug geben. Mit kaum verhohlener revanchistischer Rhetorik wird das Denkmal in der Sächsischen Zeitung beworben; es zeigt einen „gestürzte[n] Mensch[en], der sich aufbäumt, ein Gefallener, der aus eigener Kraft aufersteht. So wie die Dresdner, so wie ihre Stadt.“ Die Oberbürgermeisterin bemüht sich derweil, eine dem Jahrestag angemessene Gedenkatmosphäre zu schaffen – laute Musik oder Demonstrationen sind dabei sehr hinderlich, denn das erwünschte Gedenken soll als unpolitischer und damit unhinterfragbarer Akt wahrgenommen werden. Mit Hilfe einer Menschenkette um die historische Altstadt soll ein „Zeichen gegen Extremismus“ gesetzt und gleichzeitig der Zerstörung der Stadt gedacht werden. Business as usual in Dresden.
Den kompletten Aufruf HIER nachzulesen.
Da es bei uns in letzter Zeit nicht viel zu berichten gibt, unser blog aber nicht „regungslos“ bleiben soll, verweisen wir auf den Bericht einer Gedenkveranstaltung in Greifswald am 25. November zum neunten Todestag des ,von Neonazis ermordeten, Obdachlosen Eckhard Rütz.
Gestern fand eine vom Bündnis „Schon vergessen“ organisierte Veranstaltung statt, um des ermordeten Eckard Rütz zu gedenken. Dazu kamen mehr als 50 Menschen zu der Gedenktafel am Mensavorplatz, die daran erinnert, dass vor neun Jahren, in der Nacht vom 24. zum 25. November, drei Neonazis den obdachlosen Menschen zunächst verprügelten und dann erschlugen. Ihrer Tat ging ein menschenverachtendes Weltbild voraus, in der ein Mensch wie Eckard Rütz, keinen Platz hat, da er, so einer der Täter während der Gerichtsverhandlung, „dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liege“.
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Am 24.Oktober 2009, wollen NPD und Kameradschaften in der Hansestadt Stralsund trauernd um die Häuser ziehen. Wie schon in den Jahren zuvor versuchen sie ihr geschichtsrevisionistisches Weltbild auf die Strasze zu tragen und einzig und allein den von ihnen deklarierten „deutschen Opfern“ des Zweiten Weltkriegs mit einem Trauermarsch zu gedenken und somit die Geschichte zu verdrehen und den Holocaust zu verharmlosen. Hintergrund ihres Jammerzuges ist die Bombardierung Stralsunds vor 65 Jahren, am 6.Oktober 1944, als die, eigentlich im Angriff auf militärstrategisch wichtig Ziele in der Nähe Szczeczin befindlichen 379th und 381st Bomber Group der 8. United States Army Airforce aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen beidrehen muszte. Damals lieszen die B17Bomber ihre Fracht nicht ohne Grund über der Hansestadt Stralsund ab, welche allerdings nur marginal getroffen wurde.
Dennoch bedienen sich die Neonazis rund um die Stralsunder NPD dieses millitärisch normalen Ereignisses um daraus einen „Bombenholocaust“ herbei zu phantasieren und den Mythos einer unschuldigen Stadt und ihren unschuldigen Opfern zu konstruieren.
Deutsche Täter sind keine Opfer!
Der ganze Aufruf hier
…beim Spiel das Demminer SV 91 gegen den FSV Malchin am vergangenem Wochenende.
Der Malchiner Auswechselspieler Gogo Godefroy wurde von Fans mit einer Banane beworfen, außerdem kam es zu rassistischen Pöbeleien. Der DSV distanzierte sich allerdings von den Vorfällen.
Dies berichtete eine örtliche Tageszeitung.
Am Samstagabend zogen dann etwa 10 parolengrölende Rechte mit einer Fahne durch die Straßen Demmins.
Plakate, Plakate und nochmals Plakate! Es ist kaum zu übersehen, dass ein „Großereignis“ vor der Tür steht. Leider ist dieses Ereignis nicht die wochenendliche Party in der örtlichen Disko, sondern die Bundestagswahl am 27. September. Nahezu an jeder Straßenlaterne der Stadt hängt mindestens ein Wahlplakat. Mit äußerst geistreichen Sprüchen wie z.B. „Asylbewerber raus“ oder „Klug aus der Krise“ wollen die einzelnen Parteien Neuwähler für sich begeistern. Aus dem Grunden, dass mensch die Stadt vor lauter Schildern nicht sieht, wollen wir auf einen interessanten Text, zum Umgang mit Wahlplakaten, verweisen.
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Im November letzten Jahres kam es in Malchin zu einem Überfall auf zwei alternative Jugendliche. Ein Malchiner Neonazi, welcher Verbindungen zur „Kameradschaft Malchin“ hat, schlug einen der Jugendlichen mit einer Metallstange zusammen, so dass er ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Nun, neun Monate nach dem Angriff, wurde der Schläger verurteilt. Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung erwarten ihn. Als Bewährungsauflage muss er seinem Opfer 400 Euro zahlen.
Das Alternative Jugendcamp, welches bereits zum siebten mal stattfand, ist zu ende. 5 Tage voller Vorträge, Workshops, Konzerten und jeder Menge Spaß. Ungefähr 320 alternative Menschen, aus ganz Deutschland, besuchten das Camp. Damit waren es deutlich mehr Besucher als im letzten Jahr. Der Höhepunkt des Ajucas war eine Strassenparty im kleinen Städtchen Burg Stargard. Rechte Aufkleber und Schmierereien trübten das Stadtbild. Diese wurden an diesem Tag jedoch entfernt. Mit bunter Kreide und linken Stickern wurde die Stadt verschönert.
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Ein Demobericht:
klickEtwa 200 Jugendliche demonstrierten heute gut gelaunt und bei bestem Wetter in Burg Stargard für eine bunte, weltoffene und friedliche Gesellschaft. Getreu dem Motto „Reclaim the Streets“ ging es mit Musik und zahlreichen witzigen Aktionen vom Bahnhof einmal quer durch das mecklenburgische Städtchen und zurück. Die meisten der jungen Menschen waren vom derzeit in Lärz stattfindenden AjuCa angereist, um in der „Stadt der Rosen“ für alternative Jugendkultur zu werben.
Viele der Passanten zeigten sich erfreut von der Anwesenheit der linken Demonstrant_innen und nahmen bereitwillig Infomaterial entgegen. Burg Stargard sowie das Stargarder Land sind, mit Wahlergebnissen von über 10% für die NPD, rechte Hochburgen in der Region um Neubrandenburg. Weite Teile der örtlichen Jugendszene werden seit Jahren vom ehemaligen Stadtvertreter und aktiven Neonazi Norman Runge dominiert und indoktriniert, Naziaufkleber und -parolen prägen das Stadtbild… ein trauriges Beispiel für fremdenfeindlichen Alltag in der mecklenburgischen Provinz – so dauerte es auch heute nicht lange, bis es am Rande des Demonstrationszuges zu Provokationen kam: ein angedeuteter Hitlergruß aus dem Fenster, geballte Fäuste von einer die Demo passierenden Nazi-Treckerfahrt und Runge persönlich, der aus dem Auto heraus die Demonstration fotografieren wollte.
Doch der Zug ließ sich nicht beirren, blieb kräftig und laut und befreite Burg Stargard von Nazischmierereien und -aufklebern.Die Polizei – anfangs ziemlich nervös und überfordert – rückte zwar mit allerhand Fahrzeugen samt Personal an, blieb aber bis zum Ende ruhig und freundlich.
Nazis offensiv entgegentreten! Gegen den rechten Alltag!
In diesem Jahr wird wieder das alternative Jugendcamp auf dem Fusion-Gelände, in Lärz stattfinden. Vom 19. bis zum 23. August wird es jede Menge Vorträge, Workshops und Konzerte geben.
Bis dahin. Wir sehen uns!
Aufgrund des Bauvorhabens der größten Ferkelzuchtanlage Europas und der Tatsache, dass das Gelände noch nicht an den Schweinezuchtinvestor verkauft wurde, finden im Zeitraum vom 08. bis zum 11. August Aktionstage in Alt Tellin statt.
Es wird zahlreiche Aktionen geben, die zeigen sollen, dass der Bau der Anlage nicht hinnehmbar ist.
Im Vorfeld wird es zusätzliche Infoveranstaltungen zu den Aktionstagen geben. Am 04. August im Klex in Greifswald, Beginn ist um 20 Uhr. Und voraussichtlich am 06. August in Demmin im Gebäude der AWO.
Erscheint zahlreich und verhindert die Ausbeutung von Leben!
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