Archiv für Oktober 2008

Wieder Nazischmierereien in Loitz

Am Wochenende 18./19. Oktober wurden in Loitz erneut Nazischmierereien aufgefunden. Unter anderem eine Bushaltestelle und ein Haus vor der Peenebrücke, welche mit den Schriftzügen „Ha Ha Antifa“ und „Piss off Antifa“ besprayt wurden.

Demo in Rostock

Es findet am Mittwoch den 15.10.08 eine Infoveranstaltung zum Nutzungskonzept des Greifenbades in Rostock um 20 Uhr in der Fridrichstraße 23 statt. Am Samstag den 18.10.08 findet dann auch eine Demonstration unter dem Motto
-Gegen den Ausverkauf der KTV- Für Freiräume für jeden-
Für eine öffentliche Nutzung des Greifenbades -
Treff ist um 11 Uhr auf dem Doberaner Platz.

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Das sich im Besitz der AOK befindliche historische Greifenbad an der Feldstraße
soll einer möglichen öffentlichen Nutzung entzogen werden. Das Haus wurde in den
20ern gebaut, um den Bürger_innen aus dem damaligen Arbeiterviertel mehr
sanitäre Möglichkeiten zu bieten und wurde bis in die 90er genutzt. Es soll nun, am
22.10., an einen Privatinvestor verkauft werden, der diesen Komplex zum reinen
Wohnobjekt umbauen will.
Damit würde das Greifenbad, welches einigen Bürger_innen noch als
öffentliches Bad bekannt ist, völlig einer öffentlichen Nutzung entzogen.
Obwohl es seit Monaten eine Gruppe gibt, die in diesem Haus eine – modernen
Bedürfnissen angepaßte – öffentliche Nutzung betreiben will, hat die AOK Hals
über Kopf und ohne triftigen Grund entschieden, die seit Monaten bestehenden
Kaufverhandlungen mit der Gruppe abzurechen. Es sind z.B eine Sauna, ein türkisches Bad,
ein Museumsbereich, ein Hostel und ein Eltern Kindprojekt, Projekträume für
soziale Initiativen und ein vegetarisches Restaurant geplant.
Die AOK hat der Gruppe noch nicht einmal eine Gelegenheit gegeben, ein Kaufangebot einzureichen.
Wenn dieser unsoziale Verkaufsdeal der AOK aufgeht, wird wieder einmal ein
potentiell öffentlicher Raum, dem kommerziellen Interesse eines Bauinvestors und den
gehobenen Wohnansprüchen einiger wohlhabender Menschen geopfert. Wir erwarten
von der politischen Vertretung der KTV und der Stadt, daß sie z. B. über das
Bauordnungsrecht alle Mittel ausschöpfen, um den Bürger_innen eine Chance auf
eine öffentliche Nutzung des Greifenbades zu geben.
Wir wollen keinen weiten Anker!