Archiv der Kategorie 'Demmin'

8. Mai – Ein Grund zum Feiern!

Demmin am 8. Mai. Zum zweiten mal in Folge sollte am kommenden Samstag ein Trauermarsch verschiedener rechter Gruppierungen quer durch Demmin stattfinden. Der Landkreis hat jedoch heute ein Verbot des Trauermarsches ausgesprochen, damit die am selbigen Tag stattfindende Kunstnacht nicht gestört wird. Dies berichtete eine örtliche Tageszeitung.
Vermutlich wär ohne diese oder jene Veranstaltung, die in Demmin für das kommende Wochenende geplant ist, ein Trauerzug der Geschichtsrevisionisten genehmigt worden, wofür der Bürgermeister dann wieder das Motto „stiller Protest gegen Nazi-Aufmarsch“ verkündet hätte.
Trotz alle dem veranstaltet ein Sozialbündnis, bestehend aus Gewerkschaften und Parteien, mehrere Gedenkveranstaltungen.

Der 8. Mai ist für uns weder ein Tag zum Trauern, noch zum Gedenken. Der 8. Mai ist ein Tag zum Feiern!

Es regnete Bananen…

…beim Spiel das Demminer SV 91 gegen den FSV Malchin am vergangenem Wochenende.
Der Malchiner Auswechselspieler Gogo Godefroy wurde von Fans mit einer Banane beworfen, außerdem kam es zu rassistischen Pöbeleien. Der DSV distanzierte sich allerdings von den Vorfällen.
Dies berichtete eine örtliche Tageszeitung.
Am Samstagabend zogen dann etwa 10 parolengrölende Rechte mit einer Fahne durch die Straßen Demmins.

Schilderwald

Plakate, Plakate und nochmals Plakate! Es ist kaum zu übersehen, dass ein „Großereignis“ vor der Tür steht. Leider ist dieses Ereignis nicht die wochenendliche Party in der örtlichen Disko, sondern die Bundestagswahl am 27. September. Nahezu an jeder Straßenlaterne der Stadt hängt mindestens ein Wahlplakat. Mit äußerst geistreichen Sprüchen wie z.B. „Asylbewerber raus“ oder „Klug aus der Krise“ wollen die einzelnen Parteien Neuwähler für sich begeistern. Aus dem Grunden, dass mensch die Stadt vor lauter Schildern nicht sieht, wollen wir auf einen interessanten Text, zum Umgang mit Wahlplakaten, verweisen.
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KC – Konzert bei Demmin

Am vergangenen Samstag wurde das kleine Dorf Siebeneichen von der angeblich unpolitischen Hooligan Band „Kategorie-C“ heimgesucht. Nachdem das Konzert am eigentlichen Veranstaltungsort, dem Sportplatz in Tutow, von der Gemeinde verboten wurde, verlegte der Veranstalter Sven Rau, der auch Vorsitzender des Fußballvereins Blau-Weiß Tutow ist, das Konzert nach Siebeneichen.

Aber wieso „angeblich unpolitisch“?
Es wird oft von der Band betont, dass sie unpolitisch und nur eine Hooligan – Band sei, da ihr oft vorgeworfen wird, rechts zu sein.
»Politik ist Politik, und Fußball ist Fußball.« Die Mitglieder der Hooligan-Band KC werden nicht müde zu betonen, dass sie eine unpolitische Gruppe seien. Ihnen gehe es nur um Fußball, Schlägereien und Saufen, schreiben sie auf ihrer Homepage: »Wer mit KC nichts anfangen kann soll sich verpissen. Wir werden weiterhin das machen was wir wollen. Wir lassen uns vor keinen Karren spannen«.

Die Realität sieht anders aus. Der Karren, vor den die Band gespannt ist, heißt Rechtsrock. Mindestens zwei Mitglieder von KC spielen auch in der neonazistischen Band Boots Brothers und der Blood & Honour-Vorzeigeband Nahkampf, deren erste CD den inhaftierten Neonazis Christian Worch, Gottfried Küssel und Gerhard Lauck gewidmet war und die zuletzt eine Split-CD mit der russischen Neonaziband Kolovrat – zu deutsch: Hakenkreuz – produzierte.

Quelle, Infos

„Körper-Geist-Seele“ ist raus

Das Esoterikgeschäft „Körper-Geist-Seele“ in der Clara-Zetkin-Strasse, Demmin, hat nun endgültig seinen Platz geräumt. Bereits seit einigen Wochen „ziehrten“ Bretter das Fenster und die Tür des Ladens. Angeblich habe die Ladenbesitzerin wegen fehlender Einnahmen schließen müssen.
Im Mai letzten Jahres wurde der Laden eröffnet und verkaufte nicht nur Esoterikartikel, sondern auch Sachen der bekannten Neonazimarken „Thor Steinar“ und „erik & sons“.

Antifaschistischer Stadtspaziergang – part 2

/images/thumb-spazi_01.jpgAm Montag, den 01.06.09, fand in Demmin ein antifaschistischer Stadtrundgang statt. Ca. 15 engagierte Personen spazierten durch die demminer Innenstadt und verschönerten das Straszenbild, indem sie rechte Aufkleber von Straszenschildern entfernten und sie mit antifaschistischen Aufklebern ersetzten. Weiterhin verteilten sie in den Plattenbaugebieten der Stadt Flyer, welche Bezug auf die Aktivitäten der Neonazis in Demmin nahmen.

Bereits im letzten Jahr fand ein antifaschistischer Stadtrundgang in Demmin statt. Zu diesem Zeitpunkt bezogen sich die Antifaschist_innen auf den Übergriff auf alternative Jugendliche während des Peenefestes. BERICHT

Bilder zur Aktion in Demmin


Demmin verschönert

Am letzten Wochenende (25./26. April) haben Sympathiesant_innen der Antifaschistischen Aktion Demmin ein paar Verschönerungen der Stadt vorgenommen. Schilder und Wände wurden besprüht und beklebt. Unter anderem wurde Werbung für unsere Website und für die Gegendemo am 1. Mai in Neubrandenburg gemacht.

Wir haben uns sehr über diese Aktion gefreut. Bitte mehr davon!!:-)

Kein NPD-Kandidat für Kreistagswahlen in Demmin

Laut Medienberichten tritt die NPD nicht flächendeckend zu den Kreistagswahlen in MV an. In den Kreisen Demmin, Mecklenburg-Strelitz, der Stadt Greifswald und auf der Insel Rügen habe die NPD keine Bewerber für die Wahlen im Juni angemeldet. Jedoch kandidiert im Landkreis Demmin ein Mann, der Mitglied der NPD ist, aber für keine Partei antritt.

Der arbeitslose Bäckermeister aus Neukalen Thorsten Schmidt kandidiert bei der bevorstehenden Kommunalwahl für den Kreistag Demmin. Schmidt ist Mitglied der NPD, tritt aber als Parteiloser an. Bereits 2006 stand er zur Wahl in seiner Heimatstadt Neukalen, als ein neuer Bürgermeister gesucht wurde. Dabei erreichte Schmidt knapp über 3 % der Wählerstimmen und musste sich seinen beiden Mitbewerbern geschlagen geben.
(Kommentar eines Users zu diesem Beitrag)

Das ist in diesem Jahr wohl nicht nötig. ;)

Falls doch: HIER einige Tipps wie mensch mit nicht erwünschten Wahlplakaten umgehen kann.

Schändung des jüdischen Friedhofes in Demmin

In der Nacht von 09.11. zum 10.11.2008 wurden auf dem jüdischen Friedhof mehrere Grabsteine umgestoßen und die Kränze, die als Symbol für die Trauer der Opfer der Reichsprogromnacht nieder gelegt wurden, entwendet und zerstört. Nach Vermutungen der Antifa Demmin sind die Täter dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen.